Franziska Becker & Kian Niroomand für die SPD in Charlottenburg-Wilmersdorf

05.08.2020: Gemeinsame Kandidatur um eine Doppelspitze für den Kreisvorsitz der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf

Die Kreisdelegiertenversammlung mit Wahlen, die am 28. März 2020 stattfinden sollte, wird nun am 24. September 2020 stattfinden. Unser Kandidatenbrief soll unsere Motivation aufzeigen, warum wir kandidieren (wir haben das Schreiben trotz Pandemie bewusst nicht verändert).

Berlin, im Februar 2020

Liebe Genossinnen und Genossen,

ich kandidiere mit Kian Niroomand als Doppelspitze für den Kreisvorsitz der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf.

Ich möchte mehr Verantwortung übernehmen und im nächsten Jahr drei Wahlkämpfe mit Euch erfolgreich führen: die Wahl zum Deutschen Bundestag, zum Abgeordnetenhaus von Berlin und zur Bezirksverordnetenversammlung. Dieses Ziel wird meine und unsere Arbeit bestimmen.

Unser Charlottenburg-Wilmersdorf ist ein erfolgreicher SPD-Kreis. Bei der letzten Berlin-Wahl konnten wir die meisten Stimmenanteile erzielen. Wir stellen den Bezirksbürgermeister, eine Stadträtin, die größte BVV-Fraktion und fünf direkt gewählte Abgeordnete. Wir sind mit zwei Staatssekretären im Senat vertreten. Der Flughafenchef kommt aus unseren Reihen und wird ganz bestimmt am 31. Oktober 2020 den BER eröffnen. Bei der Bundestagswahl 2017 fehlten nur wenige Stimmen für das Direktmandat. Wie gut, dass Gaby Bischoff aus unserem Bezirk 2019 ins Europäische Parlament gewählt wurde. Getragen wurden diese Erfolge zu einem hohen Teil durch Euch als schlagkräftige, gut organisierte Wahlkämpferinnen und Wahlkämpfer. Ich weiß, die Messlatte hängt hoch. Doch bin ich zuversichtlich, dass wir es als einer der größten und aktivsten Kreisverbände in Berlin schaffen können, an unsere Erfolge anzuknüpfen. Wenn wir geschlossen auftreten, uns gegenseitig unterstützen und die Wählerinnen und Wähler überzeugen, dass sie sich auf die SPD wieder verlassen können, dann kann uns das gelingen.

Franziska Becker & Kian Niroomand

Mir liegt sehr am Herzen, dass wir unser Parteileben mit gezielten Angeboten aktiver gestalten, dass wir noch mehr Mitglieder in den Abteilungen mobilisieren, nicht nur für den Infostand am Samstagvormittag, sondern als kreative Ideen- und Impulsgebende und dass wir es schaffen, neue Genossen und insbesondere Genossinnen stärker in die Arbeit einzubinden, z.B. durch die Parteischule, die wir 2019 ins Leben gerufen haben oder ein Mentoringprogramm für Frauen, das ich gemeinsam mit der ASF umsetzen möchte.

Ich halte viel davon, Themen noch mehr öffentlich mit Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Die besten Inhalte nützen nichts, wenn wir sie nicht gut verkaufen. Mir ist wichtig, dass wir unsere Sichtbarkeit als SPD im Bezirk durch mehr Präsenz und Infostand-Arbeit erhöhen. Bei Bedarf sollten wir strukturschwächeren Abteilungen anbieten, ihnen durch man und woman power unter die Arme zu greifen. Damit Politik auch Spaß macht, feiern wir weiterhin unsere Familien- und Sommerfeste.

Wohnen ist ein Grundrecht. Mit dem Mietendeckel haben wir ein echtes Leuchtturmprojekt, das weit über die Stadt hinausstrahlt. Doch gerade in unserem Bezirk ist der Wohnraum zu knapp und für zu viele zu teuer geworden, so dass wir uns mit dem Thema über den Wahlkampf hinaus befassen werden. Ich möchte, dass wir kampagnenfähiger werden. Wir haben im Arbeitskreis Wohnen eine kreisweite Kampagne Bauen, Kaufen, Deckeln entwickelt, die wir mit Euch im (Vor)Wahlkampf umsetzen wollen. Wir informieren Euch dazu regelmäßig. Bitte lasst uns für mehr bezahlbaren Wohnraum kämpfen.

Zur Kampagnenfähigkeit gehört für mich, dass wir Themen gemeinsam abstimmen, die im Hinblick auf die politische Konkurrenz strategisch so zu konzipieren sind, dass wir 1. unser linkes Profil schärfen, 2. unsere Positionen klar aufzeigen, wofür wir stehen und 3. in der Lage sind, diese Themen gezielt und gut wahrnehmbar durch Medien- und Standarbeit innerhalb eines begrenzten Zeitraumes zu platzieren (hier gilt: weniger Themen sind mehr). Ein wichtiger Baustein dafür ist, dass es demnächst einen Relaunch unseres Internetauftritts geben wird und wir unsere Social Media-Aktivitäten ausweiten werden. Und: Soviel wie möglich sollten wir Initiativen, Zivilgesellschaft und Bündnispartner, etwa die Gewerkschaften, einbinden, uns als SPD in den Kiezen aktiv einbringen und Kontakte verstetigen. Mit progressiven und abgestimmten Forderungen jenseits von Zählgemeinschaft oder Koalitionsvertrag sollten wir unser Profil weiter schärfen.

Als direkt gewählte Wahlkreisabgeordnete weiß ich, wie wichtig Kiezthemen sind und werbe dafür, dass wir uns ihnen nach dem Motto Zuhören, Kümmern, Handeln gemeinsam noch mehr widmen.

Es ist mir wichtig, dass die politischen Ebenen gut vernetzt sind und voneinander wissen, was läuft. Wir sind dann erfolgreich, wenn wir es strategisch schaffen, mit unseren Themen bezirks- und landespolitisch an einem Strang zu ziehen. Wenn nötig, mit der Unterstützung durch die Bundes- und Europaebene. Natürlich wollen wir als Kreis weiterhin eine wichtige Stimme im Landesverband sein. Alles in allem verstehe ich die Arbeit als Kreisvorsitzende als eine Führungsaufgabe.

In unserem gemeinsamen Kandidatenbrief erfahrt Ihr mehr über unsere Motivation für die Team-Kandidatur.

Noch ein paar Worte über mich: Geboren und aufgewachsen bin ich in Charlottenburg. Ich wohne seit über 20 Jahren mit meiner Familie in Wilmersdorf. Nach dem Abitur 1988 habe ich in einem gewerkschaftseigenen Unternehmen, der Volksürsorge Lebensversicherung, eine duale Ausbildung zur Versicherungskauffrau gemacht (seitdem bin ich Mitglied bei Ver.di) und studierte danach Betriebswirtschaftslehre an der FU Berlin. Schon während des Studiums arbeitete ich für ein wirtschaftswissenschaftliches Forschungsinstitut, dem DIW Berlin, später für einen Psychotherapieverband, der Systemischen Gesellschaft. Berufsbegleitend bildete ich mich zur PR-Beraterin und zum Systemischen Business Coach fort. Seit 2011 bin ich Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin. Den Wilmersdorfer Wahlkreis gewann ich 2011 und 2016 direkt. Im Parlament bin ich Vorsitzende des Hauptausschusses (Haushalt und Finanzen) und Mitglied im Ausschuss für Kommunikationstechnologie und Datenschutz sowie Sprecherin für Landespersonal und Verwaltungsmodernisierung für meine Fraktion. Während der Ausbildung war ich Gesamtjugend- und Auszubildendenvertreterin. Anschließend im Studium wollte ich mich weiter für Arbeitnehmerrechte, Mitbestimmung und soziale Sicherung einsetzen; zu viel nahm ich als ungerecht war. So trat ich 1993 der SPD bei und stellte fest, dass die JUSOS wie "maßgeschneidert" für mich waren, kritisch und antikapitalistisch, so dass ich mich dort erst einmal engagierte. Der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf gehöre ich seit 1998 an und bin Mitglied in der Abteilung Wilmersdorf Nord. Seit 2017 bin ich Eure stellvertretende Kreisvorsitzende.

Ich freue mich, wenn Ihr Kian und mir auf der Kreisdelegiertenversammlung am 28. März 2020 Eure Stimme gebt. Bitte unterstützt unsere Kandidatur.

Herzlich, Franziska

Kontakt: franziska.becker@berlin.de

Franziska Becker im Plenarsaal

Zugehörige Dateien:
Kandidatenbrief von Franziska Becker & Kian Niroomand (PDF)Download (251 kb)
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