Was macht das Kulturquartier Fasanenplatz?
07.07.2022: Die komplizierten Eigentümerverhältnisse machen es vor allem eins: verzwickt!
Wer kennt die Pläne für ein Kulturquartier Fasanenplatz an der Gerhart-Hauptmann-Anlage in Wilmersdorf Nord? Die Universität der Künste (UdK), das Haus der Berliner Festspiele, die Bar jeder Vernunft und die Bürgerinitiative Fasanenplatz werben seit Jahren für den Hager-Masterplan des Architektenbüros Hager aus Zürich um Unterstützung.
Leider sind die Eigentumsverhältnisse verzwickt. Wir reden über das Areal, wo die "Bar" auf dem Parkplatz steht (eine echte West-Berliner Bausünde), so dass sich nicht eben ein Kulturareal für alle oder Büroräume für weniger errichten ließe. Denn: Einen Teil besitzt die UdK (Eigentümerin: Land Berlin), einen das Haus der Berliner Festspiele (Eigentümer: Der Bund) und einen die CESA-Group, die von einem Büroturm auf dem Areal träumt (echte Mangelware in der Stadt und möglicherweise mit dem Hintergedanken, dass sich dort irgendwann einmal prima Eigentumswohnungen verticken lassen). Keiner besitzt dort aktuell Baurecht.
Holger Klotzbach, Chef der Bar jeder Vernunft, ist "Gast" auf dem Parkplatz (dank UdK) und sorgt sich nachvollziehbar um die Zukunft seiner legendären Kultureinrichtung. Das macht die Sache nicht weniger kompliziert, eine Einigung scheint Stand heute nicht in Sicht zu sein, zumal der Investor nicht plant, seinen Anteil am Kuchen zu verkaufen.
Das Kulturprojekt hat seit längerem Unterstützung auf allen Kultur- und Politikebenen. Ein Durchbruch scheint aktuell nicht in Sicht zu sein. Des Pudels Kern liegt in der Rolle des Investors. Erst mit dem Verkauf seines Splittergrundstücks (oder Enteignung?) wäre ein Riesenschritt Richtung Platzentwicklung im Sinne der Pläne für ein Kulturquartier Fasanenplatz getan. Der nächste Schritt wäre die Einigkeit darüber, diese Projekt finanziell umzusetzen.
Ich unterstütze das Projekt des Hager Masterplanes und werbe bei den Kolleg:innen auf der Landes- und Bezirksebene um Unterstützung, damit "Kultur für alle statt Rendite für einige wenige" entstehen kann. Wir alle wissen, dass die Sache hochkomplex ist, das verschweigen wir zu keiner Zeit. Mit schönen unterstützenden Worten bei der BI ist es nicht getan. Hier muss mehr passieren... Simple but not Easy. Im September-Newsletter mehr zum Thema.
Weitere Informationen:
In der letzten Wahlperiode hatte das Abgeordnetenhaus von Berlin einen Senatsbericht (Drs. 18/3550 vom 31.03.2021) erbeten, der die Situation übersichtlich dargestellt hat.
Wer sich für das Projekt interessiert, kann mich gerne kontaktieren.
2021 mit Michael Müller im Gespräch mit der BI