Wir haben Stolpersteine geputzt
05.05.2013: Am Samstag, 4. und Sonntag 5. Mai 2013 fand die jährliche Stolperstein-Putzaktion der SPD Charlottenburg-Wilmersdorf statt
Warum putzen wir Stolpersteine?
Die in den Gehwegen vor den früheren Wohnorten eingelassenen Stolpersteine sollen an die Opfer von Holocaust und Euthanasie während des Nationalsozialismus erinnern.
Stolpersteine und Stele Duisburger Straße 1
Der 1947 in Berlin geborene Kölner Bildhauer Gunter Demnig hat 1996 in Köln die ersten Stolpersteine verlegt. Es handelt sich um aus Beton gegossene Steine mit eingelassener Messingtafel, in die der Künstler mit Hammer und Schlagbuchstaben "Hier wohnte", Namen, Jahrgang und Stichworte zum weiteren Schicksal eines einzelnen Menschen einstanzt.
Entscheidend ist dabei die persönliche Erinnerung an die Namen der Opfer. Die Passanten sollen so über ein Verfolgungsschicksal in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft "stolpern".
Da die Messingtafeln stark nachdunkeln und dann ihren Zweck nicht mehr erfüllen, putzen wir die Stolpersteine. Damit werden die Inschriften wieder leserlich. So untersützen wir unmittelbar die regionale Gedenkarbeit.
Bewusst wählen wir für unsere jährliche Aktion das Wochenende um den 8. Mai, dem Tag des Gedenkens an den 8. Mai 1945, als Deutschland von den Alliierten befreit wurde. Wir gedenken am Tag der Befreiung an den von Deutschen begangenen Massenmord an den Juden Europas und an das Unrecht an vielen anderen Menschen, die von den Nazis aus politischen, religiösen oder anderen Gründen verfolgt und ermordet wurden.
Nie wieder Krieg. Nie wieder Faschismus.
Mit drei Touren à 3-5 Personen haben wir rund 500 Stolpersteine geputzt
Informationen über Stolpersteine sowie Stolpersteine im Bezirk nach Namen und Straßen
Webseite von dem "Vater" der Stolpersteine, Gunter Demnig